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Barrierefreiheit ist für alle sinnvoll

09.06.2021

Beim Gedanken an ein barrierefreies Badezimmer haben viele Personen einen tristen Raum im Kopf. Barrierefreiheit kann aber durchaus stilvoll sein.

Die barrierefreie Gestaltung der eigenen vier Wände wird häufig mit körperlichen Handicaps in Verbindung gebracht. Ein barrierefreies Bad richtet sich jedoch an Personen in allen Lebenslagen und bietet mehr Komfort für alle Altersklassen. Darüber hinaus lässt sich auch ein barrierefreies Bad individuell gestalten, sodass selbst beim Design keine Abstriche gemacht werden müssen. Dennoch gibt es bei einer hindernisfreien Badgestaltung einiges zu beachten.

Komfort steigern

Aktuelle Umfragen zum Thema Badrenovation ergeben, dass sich rund ein Viertel der Personen an zu vielen Barrieren im eigenen Bad stören. Als Barrieren gelten beispielsweise hohe Einstiege in Dusche oder Badewanne, unpraktische Raumaufteilungen, die den Zugang zu einzelnen Elementen des Badezimmers erschweren, oder rutschige Oberflächen. Jede Barriere für sich stellt eine Einschränkung dar. Ziel bei der Gestaltung eines barrierefreien Badezimmers ist es, diese Einschränkungen zu entfernen, die Sicherheit im Bad zu erhöhen und den Komfort zu steigern.

Planung ist das A und O

Wie bei jeder Badrenovation steht beim barrierefreien Bad die Planung im Mittelpunkt. Der Raum sollte eine ausreichende Bewegungsfreiheit, eine schwellenlose Gestaltung sowie ausreichend Stauraum bieten. Im besten Fall ist zudem die Dusche aus einem rutschhemmenden Material, um Stürze zu vermeiden. Vollflächige, fugenlose Wandelemente erleichtern die Reinigung. Entsprechende Wandelemente sind mittlerweile in vielen Farben, Designs und Materialien erhältlich, sodass die barrierefreie Dusche zum echten Hingucker wird. Neben einer stolperfreien Gestaltung gibt es noch weitere Punkte, die für eine barrierefreie Badgestaltung zu beachten sind. So sollte die Dusche eine Fläche von 150 auf 150 Zentimeter für Rollstuhlfahrende oder 120 auf 120 Zentimeter für alle anderen Personen haben. Ein Duschsitz erleichtert die Körperpflege, Haltegriffe sorgen für mehr Sicherheit.

Markus Pytlik, Mitarbeiter im Bereich Marketing / Online & Public Relations bei der Viterma Gruppe.

 

Förderungen für Hindernisfreiheit

Bei barrierefreien Badumbauten besteht die Möglichkeit, Fördergelder zu erhalten. Die Kantone entscheiden nach individueller Situation, wie hoch diese ausfallen. Dafür ist ein Termin bei einer kantonalen Beratungsstelle nötig. Auch über die Invalidenversicherung sind Zuschüsse möglich. Informationen dazu erteilt die Informationsstelle der AHV/IV oder die Fachberatung von Pro Infirmis.